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Pressemitteilung

Brandenburg bei Existenzgründungen in Ostdeutschland an der Spitze

28. März 2008 dpa-Meldung

Potsdam (dpa/bb) - Bei Existenzgründungen liegt Brandenburg in Ostdeutschland an der Spitze. Mit einer Selbstständigenquote von 12,2 Prozent werde sogar der Bundesdurchschnitt von 11,2 Prozent überschritten, sagte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) am Freitag in Potsdam. Das spreche für ein gutes Gründerklima und einen zunehmenden Unternehmergeist in der Region. Damit aus einer guten Geschäftsidee auch ein tragfähiges Geschäftsmodell werde, begleite der Businessplan-Wettbewerb Berlin Brandenburg (BPW) bereits seit 1995 die Gründer. In jedem Jahr werden die besten Konzepte prämiert.

In diesem Jahr gebe es mit 564 eingereichten Businessplänen eine Rekordbeteiligung, sagte Junghanns. Dahinter würden 1050 Gründer stehen.

Der BPW wird von den Investitionsbanken von Berlin und Brandenburg sowie den Unternehmerverbänden organisiert. Träger des Wettbewerbs sind die Hochschulen in beiden Ländern.

In den Jahren 1996 bis 2006 habe es 3804 Geschäfts- und Gründerideen im Rahmen des BPW gegeben, sagte der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Klaus-Dieter Licht.

Daraus resultierten in der Region Berlin- Brandenburg 979 Firmen, die bis heute existieren. Diese beschäftigten insgesamt 3832 Mitarbeiter. In allen Fällen seien die jungen Unternehmer «in das kalte Wasser gesprungen», sagte Licht. Um sie gut auf die Selbstständigkeit vorzubereiten, würden für die Gründer im Rahmen des Wettbewerbs jährlich über 200 kostenlose Veranstaltungen vor allem in den Hochschulen angeboten.

Junghanns und Licht präsentierten beispielhaft für viele andere Brandenburger Gründer-Storys und die dahinter stehenden Köpfe: André Röhrig nahm 2005 und 2006 am Businessplan-Wettbewerb teil. Heute ist er Geschäftsführer der BRAVIS GmbH in Cottbus. Die Firma mit inzwischen

22 Beschäftigten bietet seit zwei Jahren Lösungen für die Gestaltung von Videokonferenzen auch für kleine und mittelständische Betriebe. Markus Schelhorn nahm im Jahr 2000 am BPW teil, belegte dabei den dritten Platz und führt seitdem die Firma System Concept in Wildau (Dahme-Spreewald).

Diese biete Softwarelösungen innerhalb des Wachstumskerns Schönefelder Kreuz an. Damit könnten die täglichen Arbeitsprozesse in Unternehmen und Institutionen leichter gemacht werden, sagte Schelhorn.