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Pressemitteilung

Das ist wie Goldstaub

10/11. August 2002 Märkische Allgemeine / FOTO: IRMSCHER

Auf die Minute pünktlich bog gestern kurz vor 15.15 Uhr der Mercedes des Ministerpräsidenten in die Einfahrt zum Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) in Wildau ein. „Platzecks Antrittsbesuch im Landkreis klappt wie am Schnürchen“, lobten die wartenden Kommunalpolitiker sowie zahlreiche Vertreter von Parteien. Ohne lange Vorrede ließ sich Matthias Platzeck von Geschäftsführer Eberhard Brink über die Entwicklung des erst vor knapp zwei Jahren eröffneten Technologiezentrums informieren. Gegenwärtig weist das TGZ eine Auslastung von 99 Prozent auf, die allerdings aufgrund einer drohenden Insolvenz in den nächsten Wochen auf 80 Prozent sinken wird.

Hier siedelten sich bisher 28 Unternehmen an, in denen rund 150 Mitarbeiter beschäftigt sind. Zu den größten Mietern gehört die Firma Optomed, die durch eine spezielle Lichttechnik bisher sehr gute Erfolge bei der Behandlung von Hauterkrankungen erzielte. Für die Heilung von Handekzemen konnte Platzeck sogar schon einen Prototyp bewundern.

Das Ganz-Körpergerät wird noch entwickelt. Das Besondere dieser Heilmethode ist, dass sie vollständig auf den Einsatz von Medikamenten verzichtet. „Das schafft 'Freunde' bei der Pharmaindustrie“, brachte Platzeck das Bahnbrechende dieser Technologie auf den Punkt.

Sichtlich erfreut ließ sich Platzeck in der Firma System-Concept von Wirtschaftsinformatiker Markus Schelhorn über die neusten Chancen im Netz informieren. Dabei handelt es sich um eine studentische Ausgründung der benachbarten Technischen Fachhochschule. „Wie läufts denn so? Habt ihr Kunden?“, fragte der Ministerpräsident. Schelhorns Antwort: „Kann nicht klagen.“

Schließlich feiern wir im nächsten Jahr schon unser fünfjähriges Bestehen.“ Schmunzelnd verwies Platzeck darauf, dass Firmengeschichte früher nach Jahrhunderten gemessen wurde.

Angenehm überrascht nahm Ministerpräsident Matthias Platzeck zur Kenntnis, dass zu den Kunden von Geschäftsführer Markus Schelhorn (l. im Bild) sogar das Bundespresseamt gehört.

Bei seiner Stippvisite im Kreis leistete sich Platzeck aber auch einen Blick in die Zukunft. Auf der Außentreppe des Technologiezentrums stehend, schaute er auf das im Bau befindliche Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrt. Es wird mit einer Nutzfläche von über 9000 Quadratmetern mehr als doppelt so groß wie das jetzige TGZ. Die Hälfte davon ist bereits an die Firma Aerotest vermietet, die hier Verdichterprüfstände errichten will. Platzecks Fazit am Schluss: „Das Technologiezentrum mit dem Erweiterungsbau für Luft- und Raumfahrt sowie der Nähe zur Fachhochschule ist für diese Region fast wie Goldstaub.“