08/2005 Dahme-Spree-Magazin
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Wildau ist seit über 100 Jahren als Industriestandort bekannt. Maschinen- und Lokomotivbau waren seine Wurzeln. Die damaligen Schwarzkopfwerke mit eigener Berufsschule machten die Region als Wachstumskern des Industriezeitalters weit über Deutschland hinaus bekannt. In einem charakteristischen Gebäude aus der Gründerzeit ist heute das Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) beheimatet. Mit dem 51-jährigen Geschäftsführer Dr. Lutz Franzke sprachen wir über die Bedeutung des Unternehmens für die Region. Der promovierte Politikwissenschaftler war zuvor als Flughafenbeauftragter des Landkreises beschäftigt, hat das Planfeststellungsverfahren des Flughafens BBI begleitet und war Ansprechpartner für umzusiedelnde Bürger und für Unternehmen, die sich um Schönefeld niederlassen. 21 neue Firmen Dr. Franzke sieht seine Aufgabe jetzt darin mitzuhelfen, technologieorientierten und innovativen Existenzgründern und Jungunternehmen unterschiedlicher Branchen attraktive Ansiedlungsmöglichkeiten zu geben und deren Netzwerke so auszubauen, dass ein unverwechselbares Ambiente mit viel Raum für Ideen und Entwicklungen am Wirtschaftsstandort Wildau geschaffen wird. 21 Firmen mit 130 Beschäftigten haben sich bis jetzt im TGZ angesiedelt. Eine davon ist die FIBERTECH Special Optical Fiber Technologies Wildau. Die Firma stellt Lichtwellenleiter für den internationalen Laser- und Spektroskopiemarkt her. Nach Wildau kam das Unternehmen, um auf kurzem Weg eigene Forschungspotentiale mit denen der Technischen Fachhochschule in die Praxis umsetzen zu können. Das Team der Techniker und Mediziner der MedInnovation arbeitet im TGZ mit großer Leidenschaft und Intensität an der Krebsfrüherkennung. Ihr Ziel ist es, den möglichen Krebs bereits sehr früh diagnosesicher festzustellen, bevor schwere medikamentöse und operative Eingriffe erfor- derlich werden. |
Kein egoistisches HerangehenDr. Franzke sieht ausgezeichnete Möglichkeiten für neue Ansiedlungen in Wildau. Die unmittelbare Nachbarschaft von Hochschule und Unternehmen, die Existenz der Wirtschaftsfördergesellschaft und die Nähe zum künftigen Großflughafen schaffen beste Voraussetzungen für einen effizienten Technologietransfer. Das betrifft insbesondere solche Branchen wie Logistik, Informatik, Luftfahrttechnik, Life Science sowie Umwelt- und Verfahrenstechnik.
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